Epstein Barr Virus

unerkannter Auslöser vieler Folgekrankheiten

Nach der Infektion verbleibt das Epstein-Barr-Virus im Körper. Es ist dann in den sogenannten B-Gedächtniszellen angesiedelt. Diese spielen bei der Immmunabwehr eine wichtige Rolle. So ist es auch möglich, dass Personen, die mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert sind, andere Personen anstecken, ohne dass bei ihnen bisher Symptome aufgetreten sind.

Auftreten und Symptome der Infektionen

Über 90 Prozent der Erwachsenen tragen das Epstein-Barr-Virus in sich und man nimmt an, dass es einen Risiko-Faktor für bestimmte Tumor-Arten darstellt (speziell der Nase und des Halses), welche in Asien sehr verbreitet sind. In den tropischen Regionen Afrikas wird es mit dem Burkitt-Lymphom, einem bösartigem Tumor des Lymphatischen Systems, in Verbindung gebracht.

Pfeiffersches Drüsenfieber oder auch Mononukleose

Das Virus kann – wie bereits erwähnt – das Pfeiffersche Drüsenfieber (Infektiöse Mononukleose) auslösen. Dieses ist benannt nach dem Wiesbadener Kinderarzt und Internisten Emil Pfeiffer (1846- 1921). Kinder und Jugendliche sind besonders häufig davon betroffen, aber da die Krankheit oft eher mild verläuft, wird die Mononukleose häufig nicht als solche erkannt.

Die Symptome der Mononukleose sind grippeähnlich, das heißt es kommt zu:

Es kann darüber hinaus auch zu Anschwellungen von Lymphknoten, Milzvergrößerung und anderen Symptomen kommen. Da der sogenannte lymphatische Rachenring häufig infiziert ist, kann es außerdem zu einer Entzündung der Mandeln (Angina tonsillaris) und des Rachens (Rachenentzündung, Pharyngitis) mit weißlichen Belägen (pseudomembranöse Tonsillitis) kommen. Bei manchen Erkrankten zeigten sich des Weiteren kleine Hautausschläge.